Update: Augsburger Laborarzt freigesprochen

Das Augsburger Landgericht hat den Laborarzt Schottdorf und seine Ex-Frau vom Vorwurf des gewerbsmäßigen Betruges in 124 Fällen freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mediziner vorgeworfen, über 12,8 Millionen Euro zu viel von den Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet zu haben. Dies konnte nun vor Gericht nicht ausreichend nachgewiesen werden. [weiterlesen …]

Freispruch im Göttinger Transplantationsskandal

Der im Göttinger Organspendeprozess angeklagte Arzt ist freigesprochen worden. Die Anklage hatte ihm unter anderem den versuchten Totschlag in elf Fällen vorgeworfen und dafür eine achtjährige Haftstrafe gefordert.

Dem früheren Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin wurde vorgeworfen, medizinische Daten manipuliert und so seine Patienten bei der Vergabe von gespendeten Lebern bevorteilt zu haben. Dabei seien Schwerkranke, denen die Organe nach den offiziellen Transplantationswartelisten eigentlich zugestanden hätten, übergangen worden. Diese seien dann möglicherweise deshalb verstorben.  [weiterlesen …]

Urteil Subtitutionsarzt: Zur Strafbarkeit eines Arztes nach dem Tod von Patienten durch Schmerz-Pflaster und zur Eigenverantwortlichkeit von Drogenabhängigen

Ein auf die Behandlung Rauschgiftsüchtiger spezialisierter Substitutionsarzt war vom Landgericht (LG) Augsburg unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von 8 Jahren verurteilt worden. Dazu war auch ein Berufsverbot von weiteren 4 Jahren verhängt worden. Vorgeworfen hatte das Landgericht dem Mediziner, zwei Patienten Fentanyl-Pflaster verschrieben zu haben, obwohl er sich deren Heroinabhängigkeit und somit des hohen Risikos eines Missbrauchs bewusst war. Die Patienten hatten das Fentanyl, ein synthetisches Opioid, aus den Pflastern herausgekocht, sich gespritzt und waren dann an einer Überdosis verstorben. Diese missbräuchliche Verwendung habe der Substitutionsarzt billigend Kauf genommen. [weiterlesen …]