Prozessbeginn: Abrechnungsbetrug an DRK-Kliniken?

Vor dem Landgericht Berlin hat am Freitag, dem 08.04.2016, der Prozess im Betrugsskandal an DRK-Kliniken begonnen. Nach jahrelangen Ermittlungen wird nun drei Medizinern und einem Juristen der bandenmäßige Betrug in insgesamt 358 Fällen vorgeworfen. Laut Anklage sollen in ambulanten Versorgungszentren zwischen 2004 und 2010 Leistungen zu Unrecht von den Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet worden sein. Im Raum steht dabei eine Summe von fast 14 Millionen Euro.  [weiterlesen …]

Abrechnungsbetrug in Millionenhöhe: prominenter Laborarzt vor Gericht

Vor dem Landgericht Augsburg muss sich ein 75-jähriger Laborarzt wegen Abrechnungsbetrugs verantworten. Zwischen 2004 und 2007 soll er sich gemeinsam mit seiner Ehefrau um knapp 13 Millionen Euro bereichert haben, indem er überhöhte Honorare für Laborleistungen abrechnete. Beiden wirft die Staatsanwaltschaft nun gewerbsmäßigen Betrug in 124 Fällen vor.  [weiterlesen …]

Kinderwunsch-Arzt zu 5 Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht Hof hat am 20.10.2015 einen Reproduktionsmediziner wegen mehrerer Straftaten zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt.

Der Arzt hatte in seiner Privatklinik in Bayreuth Patientinnen fremde Eizellen eingesetzt, obwohl dies in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz untersagt ist. Er soll dabei eine regelrechte „Eizellenbank“ aufgebaut haben, um dann bei mehreren Frauen fremde Eizellen einzusetzen.  [weiterlesen …]

Neuer Transplantationsskandal: Uniklinik Heidelberg

Am Universitätsklinikum Heidelberg wird ermittelt: Ärzte stehen im Verdacht, versuchte gefährliche Körperverletzungen durch die Manipulation von Transplantationslisten begangen zu haben.

Bei insgesamt 34 Patienten der Klinik sollen in den Jahren 2010 bis 2011 Fehler bei der Dokumentation der Herzverpflanzungen aufgetreten sein. Dies war das Ergebnis einer Untersuchung durch die Prüfungskommission der Bundesärztekammer. [weiterlesen …]

Missbrauchsprozess – früherer Bamberger Chefarzt vor Gericht

Der Prozess gegen einen ehemaligen Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Bamberg geht nun nach der Sommerpause weiter. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor.

Im Juli 2014 hatte sich eine 26-jährige Medizinstudentin nach der Untersuchung durch den ehemaligen Chefarzt aufgrund von Erinnerungslücken einer Blutuntersuchung unterzogen. Als Spuren des verschreibungspflichtigen Sedativums Midazolam darin gefunden wurden, erstattete sie Anzeige gegen den Mediziner.  [weiterlesen …]

Grober Behandlungsfehler:
Patientin stehen 200.000 € Schmerzensgeld zu

Nachdem einer Patientin aufgrund eines Befunderhebungsfehlers beide Nieren entnommen werden mussten, hat das Oberlandesgericht Hamm ihr nun ein Schmerzensgeld von 200.000 € zu gesprochen (Az: 26 U 104/14). Das Interessante am vorliegenden Fall ist, dass nicht etwa eine tatsächlich erfolgte falsche Behandlung, sondern eine unzureichende Aufklärung über die Dringlichkeit der Untersuchung als grober Behandlungsfehler eingestuft wurde.  [weiterlesen …]

„Cortison-Ärztin“ erhält Berufsverbot und Bewährungsstrafe

Das Landgericht Paderborn hat eine Allgemeinmedizinerin wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren, einem Berufsverbot für drei Jahre und 300 Sozialstunden verurteilt. Die Ärztin hatte mehr als 500 Patienten zwischen 2002 und 2010 statt einer homöopathischen Eigenbluttherapie ohne deren Wissen Cortison gespritzt. [weiterlesen …]

Freispruch im Göttinger Transplantationsskandal

Der im Göttinger Organspendeprozess angeklagte Arzt ist freigesprochen worden. Die Anklage hatte ihm unter anderem den versuchten Totschlag in elf Fällen vorgeworfen und dafür eine achtjährige Haftstrafe gefordert.

Dem früheren Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin wurde vorgeworfen, medizinische Daten manipuliert und so seine Patienten bei der Vergabe von gespendeten Lebern bevorteilt zu haben. Dabei seien Schwerkranke, denen die Organe nach den offiziellen Transplantationswartelisten eigentlich zugestanden hätten, übergangen worden. Diese seien dann möglicherweise deshalb verstorben.  [weiterlesen …]